Uni Göttingen untersucht spätere Kirschblüte gegen Frostschäden
Forschende der Universität Göttingen haben untersucht, ob sich die Blüte von Obstbäumen gezielt verzögern lässt, um sie vor Spätfrösten zu schützen. Hintergrund ist der Klimawandel: Viele Obstbäume blühen inzwischen früher, wodurch das Risiko von Frostschäden steigt. Bei der Süßkirschensorte „Kordia“ zeigte ein Versuch mit dem Wachstumsregulator Ethephon tatsächlich eine verzögerte Blüte. Bei einer weiteren Kirschsorte sowie bei zwei Apfelsorten blieb der Effekt dagegen aus. Die Forschenden betonen deshalb, dass die Methode noch nicht für den praktischen Einsatz empfohlen werden kann. Wirkung und Zeitpunkt der Behandlung hingen unter anderem von Sorte und Dosierung ab. Weitere Untersuchungen über mehrere Jahre und in verschiedenen Regionen seien nötig. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift „BMC Plant Biology“ veröffentlicht.