Universität Göttingen beteiligt sich an Forschung zu bronzezeitlichem Goldhort
Ein spektakulärer Goldfund aus der Bronzezeit wird künftig umfassend wissenschaftlich untersucht – mit Beteiligung der Universität Göttingen. Der rund 3300 Jahre alte Goldhort von Gessel im Landkreis Diepholz gehört mit etwa 1,7 Kilogramm Gold zu den größten Funden dieser Art in Europa. Der Schatz war 2011 bei archäologischen Arbeiten entdeckt worden und besteht aus 117 Einzelteilen, darunter zahlreiche Spiralringe. Gefunden wurde er rund 60 Zentimeter unter der Erde. Heute werden die Objekte unter anderem im Landesmuseum Hannover ausgestellt. Nun soll der Fund erstmals umfassend analysiert werden. Möglich wird das durch eine Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft für ein interdisziplinäres Forschungsprojekt. Beteiligt sind neben der Universität Göttingen auch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, das Landesmuseum Hannover sowie die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die Göttinger Forschenden wollen unter anderem den bronzezeitlichen Handel und die Bedeutung von Gold als Handelsgut untersuchen. Außerdem sind Lehrgrabungen in der Nähe des Fundortes geplant. Erste Ergebnisse sollen in den kommenden Jahren vorgestellt werden, eine große Ausstellung ist für 2028 geplant. Das Göttinger Teilprojekt wird von der Forschungsgemeinschaft mit 215.000 Euro gefördert.