Geschrieben von Lasse Dreier
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Rund 500 Beschäftigte aus dem Raum Göttingen reisen heute nach Hannover, um bei der Gesundheitsministerkonferenz zu protestieren. Der Großteil kommt von der Universitätsmedizin Göttingen. Auch Beschäftigte von Wessels & Müller in Hann. Münden nutzen ihren Streiktag im Rahmen einer laufenden Tarifrunde für den Protest. Hintergrund sind die Kürzungspläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich. Geplant ist unter anderem, Tariferhöhungen und die Pflegestellen am Krankenbett nicht mehr vollständig zu refinanzieren. In der Altenpflege soll die Pflicht zur tariflichen Bezahlung bis Ende 2030 ausgesetzt werden. Ver.di-Vertrauenssprecherin Ronya Lippmann von der UMG warnt vor den Folgen: Lohndrückerei, schlechtere Arbeitsbedingungen und sinkende Versorgungsqualität seien die zwangsläufigen Konsequenzen. Auch der Personalrat der UMG zeigt sich enttäuscht. Zu einer außerordentlichen Personalversammlung Ende Mai hatte er die Bundestagsabgeordneten Fritz Güntzler und Frauke Heiligenstadt eingeladen – beide erschienen nicht. Personalratsvorsitzender Ingo Butter betonte, der größte Hörsaal der UMG sei überfüllt gewesen, während die Abgeordneten fernblieben. Die Gewerkschaft sieht die Reformpläne als Teil einer sozialen Umverteilung zulasten von Beschäftigten und Versicherten.