Verschiebung der Sanierungsgelder: Soziales Zentrum Göttingen kritisiert Stadtverwaltung
Das Soziale Zentrum Göttingen wirft der Stadtverwaltung vor, die Sanierung der ehemaligen JVA erneut auf unbestimmte Zeit zu verschieben. Hintergrund sind Änderungen im Finanzierungsplan des Sanierungsgebietes Nördliche Innenstadt, die gestern im Bauausschuss vorgestellt wurden. Demnach werden für die JVA vorgesehene Fördermittel in Höhe von 5,6 Millionen Euro gestrichen und durch weniger, nicht förderfähige Mittel ersetzt. Gleichzeitig erhalte die Sanierung der Stockleffschen Mühle neu 6,1 Millionen Euro an Fördergeldern. Das Soziale Zentrum kritisiert diese Umschichtung scharf und spricht von einer systematischen Blockade des Projekts. Die Stadt habe über Jahre Konzepte in Frage gestellt und Verfahren verzögert. Der Verein fordert Politik und Stadtrat auf, einzugreifen und zivilgesellschaftliche Projekte im Städtebauförderprogramm zu stärken – gerade mit Blick auf das beginnende Wahljahr 2026.