Göttingen: Händel-Festspiel-Intendant weist Lohndumping zurück
Der Geschäftsführende Intendant der Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen, Tobias Wolff, hat den Vorwurf der Ausbeutung seitens der Gewerkschaft ver.di bei der ausgeschriebenen Stelle einer Festivalassistenz zurückgewiesen. Bei der Stellenausschreibung handele es sich nicht um eine Spitzenposition, sondern um eine Stelle für Berufseinsteiger, die vor der Einführung des Mindestlohns ein Praktikum war. Ähnliche Stellen hätten bereits in der Vergangenheit zu einer unbefristeten Festanstellung bei den Festspielen oder bei anderen namhaften Institutionen geführt. ver.di-Bezirksgeschäftsführer Sebastian Wertmüller hatte kritisiert, dass die Stelle nur mit dem Mindestlohn von 8,84 Euro pro Stunde vergütet werden soll, obwohl hochwertige Arbeitsqualitäten eingefordert werden. Er erlebe ja einiges an Frechheit und Unverfrorenheit in seinem Job, aber diese Stellenausschreibung sei an Dreistigkeit kaum zu überbieten, so Wertmüller. Er frage sich, ob die namhaften Sponsoren wie das Land Niedersachsen, der NDR oder die Sparkasse und ihre Stiftung wissen, was für Arbeitsbedingungen bei den Händel-Festspielen herrschen.