Geschrieben von Lasse Dreyer
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Zwei Jahre nach dem Stratosphärenflug des Sonnenobservatoriums Sunrise III veröffentlicht das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen erste wissenschaftliche Ergebnisse der Mission. Sechseinhalb Tage lang hatte das ballongetragene Observatorium im Juli 2024 die Sonne von der Stratosphäre aus beobachtet und dabei einen mehr als 200 Terabyte großen Datenschatz gesammelt – mit bisher unerreicht detaillierten Einblicken in die sichtbare Oberfläche und die unteren Atmosphärenschichten der Sonne. Die Daten liefern unter anderem neue Erkenntnisse zu kleinen „Sonnentornados" im Magnetfeld, zur Ausbreitung von Wellen in der Sonnenatmosphäre sowie zu einem während des Fluges beobachteten Strahlungsausbruch der zweitstärksten Kategorie. Laut MPS-Direktor und Missionsleiter Sami Solanki habe Sunrise III den Blick auf die Sonne bereits nachhaltig verändert. Ein Übersichtsartikel wurde in der Fachzeitschrift The Astrophysical Journal Letters veröffentlicht und bildet den Auftakt einer umfangreichen Sonderveröffentlichung. Weitere Studien sollen folgen – bislang sei erst ein kleiner Teil der Daten ausgewertet.