Geschrieben von Steffen Hackbarth
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Die Universität Göttingen ist mit ihren Anträgsskizzen für die Förderung von Exzellenzclustern gescheitert. Eingereicht hatte die Universität mit ihren Partnern am Göttingen Campus fünf Antragsskizzen. Keine der Antragsskizzen schaffte es in die nächste Bewerbungsrunde. Darüber entschied das Expertengremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats Ende Januar. In einer Mitteilung der Universität drückt Präsident Metin Tolan seine tiefe Enttäuschung darüber aus, dass die Antragsskizzen das Expertengremium nicht überzeugen konnten. Eine Begründung für die Ablehnung warte man nun ab, so Tolan. Das Expertengremium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates entschied insgesamt über 143 Antragsskizzen, 41 davon erreichten nun die nächste Runde. Für diese müssen die Antragsskizzen bis zum 22. August zu Vollanträgen ausgearbeitet werden, über deren Förderung das Gremium im Mai 2025 entscheiden wird. Allein der bereits bestehende Exzellenzcluster „Multiscaling Bioimaging“ kann nun noch einen Vollantrag für eine zweite Förderrunde einreichen. Da für den Exzellenz-Status neben einem überzeugenden Gesamtkonzept eine Universität jedoch mindestens zwei Exzellenzcluster vorweisen muss, wird Göttingen auch weiterhin nicht als Exzellenz-Universität geführt werden. Der Elitestatus wurde der Universität 2012 mit dem Scheitern der damaligen Anträge nach fünf Jahren aberkannt. Die jährliche Fördersumme der zukünftig insgesamt 70 Exzellenzcluster beläuft sich auf über eine halbe Milliarde Euro. 75% der Summe stemmt dabei der Bund, die restlichen 25% müssen die jeweiligen Bundesländer aufbringen, in denen die Exzellenzcluster ansässig sind.